Über das Schreiben

Autorenalltag #7 – Von Deadlines und Planänderungen

Zum ersten mal habe ich eine Deadline, die ich mir nicht selbst gesetzt habe. Und das steigert den inneren Druck, lässt das Herz köher schlagen und den Magen verkrampfen. Jeder Gedanken daran führt zu Schnappatmung und zu „Oh Gott, das schaffe ich alles nie, nie, niemals!!“. Es ist aufwühlend und aufregend zu gleich. Es ist schrecklich, aber auch schön, weil ich weiß, ich kann das schaffen, wenn – und jetzt kommt der Knackpunkt – ja, wenn ich meine Prioritäten verschiebe und meine Pläne ändere.

Es tut mir so wahnsinnig Leid, euch enttäuschen zu müssen, meine Leser enttäuschen zu müssen, aber ich muss euch leider sagen: You & Me – Zwischen Vertrauen und Argwohn wird es nicht im März 2018 geben, sondern wahrscheinlich erst im Sommer, aber auch das möchte ich nur ungern versprechen. Weil ich mindestens sechs Monate brauche, bis Überarbeitung, Testleser, Lektorat und alles andere geschafft sind und zwar ab dem Moment, wo ich das Wörtchen Ende unter das Manuskript setze. Und da ich aktuell erst die Hälfte geschrieben habe, wird das mit März nichts mehr. Dafür gibt es mehrere Gründe:

Zum einen war dieses Jahr für mich – gesundheitlich gesehen und auch stresstechnisch – die Hölle. Kurz nach der LBM hat sich herausgestellt, dass ich acht Monate krank war, ohne es zu wissen und danach folgten ein paar schlimme Wochen, an die ich eigentlich nie wieder denken will. Mein Körper hat vier Monate gebraucht, um sich richtig zu erholen, meine Psyche ist immer noch dabei. Sind schon mal 8 Monate des Jahres weg, in denen ich mich nur durchgeschleppt habe und nichts produktives Zustande kam. Im September habe ich dann ein völlig neues Projekt geplant, geschrieben und überarbeitet und dieses Manuskript hat ein Zuhause gefunden. Mehr möchte ich im Augenblick nicht sagen, da muss ich erst Rücksprache mit dem Verlag halten. Aber das ist der zweite Grund, weshalb sich You & Me 2 verschieben wird: Jetzt muss ich erstmal dem anderen Projekt Vorrang geben, so ist das nun mal.

Ab Oktober habe ich dann begonnen an ZVuA zu schreiben und dieses Buch stellt mich vor ungeahnte Herausforderungen. Teil 1 ist aus der Sicht beider Protagonisten geschrieben, was bei Band 2 aber nicht möglich war (und glaubt mir, ich habe es wochenlang versucht, aber es hat eben nicht gepasst!!). Noch dazu ist die weibliche Prota in ZVuA das genaue Gegenteil von mir: Extrovertiert und auf Äußerlichkeiten fixiert, da brauche ich Zeit, um mich in sie hineinzuversetzen.

Grund Nummer drei ist einfach: Das Buch wird länger. Theoretisch müsste ich jetzt Halbzeit haben, aber so fühlt es sich nicht an und aus Erfahrung weiß ich, dass ich mich auf mein Gefühl verlassen kann.

Mein Ziel ist es, bis Ende Dezember das Manuskript zu beenden, aber ich fürchte, das werde ich nicht schaffen. Bei gut 50.000 Wörtern, die mir noch fehlen, müsste ich ziemlich ranklotzen, was ja nicht geht, da jetzt Projekt SL im Vordergrund steht. Da ich aber ab Januar gern eine andere Geschichte schreiben würde (mit der ich mich bei Agenturen vorstellen will), wird ZVuA fürs Erste im Hintergrund bleiben. So leid mir das für meine Leser und auch die Charaktere tut, es ist nicht zu ändern. Glaubt mir, für 2018 habe ich mir schon wieder so viel vorgenommen, dass ich kaum noch Land sehe, aber darüber will ich euch erst etwas erzählen, wenn die Planung relativ final ist.

Bis dahin hoffe ich, ihr könnt meine Entscheidung und die Gründe, die dazu geführt haben, verstehen und seid mir nicht böse. Ich tue schon, was ich kann, aber auch ich muss auf meine Gesundheit achten.

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