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Mach, was dir gefällt #2 – Ein Samstag nur für mich

Da ich es wirklich schön fand, über Dinge zu reden, die ich gern mach – nur so für mich – habe ich überlegt, daraus eine kleine Reihe zu machen. Der Anfang hat dabei Mach, was dir gefällt #1 – Erste Gedanken gemacht, in dem ich darüber rede, was in unserer Gesellschaft so falsch läuft. Im zweiten Teil soll es darum gehen, sich einfach mal ein wenig Zeit für sich selbst zu nehmen – um runterzukommen, sich zu erden und wieder ein wenig Kraft zu tanken. Gerade in dieser dunklen, düsteren Jahreszeit, in der uns die Kraft der Sonne fehlt, ist es besonders wichtig, sich manchmal nur auf sich selbst zu konzentrieren, um sich nicht im Stress zu verlieren. Deshalb erzähle ich euch heute, wie mein gestriger Tag ausgesehen hat ❤

Ein Samstag nur für mich, obwohl ich doch eigentlich an meinem nächsten Buch schreiben könnte? Oder die Überarbeitung für Projekt SL beginnen könnte? Oder, oder, oder … Es gibt so viele Dinge zu tun und wenn ich in meinen Kalender schaue, finde ich wirklich so viel Arbeit, als hätten wir erst Juni und vor mir würden noch Monate liegen, bevor dieses (beschissene) Jahr endet. Aber so ist es nicht, denn es sind nur noch ein paar Wochen und viele davon werde ich wahrscheinlich gar nicht hier sein. Da steigert sich der Druck plötzlich um das vierfache und wenn ich mich an den Schreibtisch setze, ist die Panik so groß, dass ich nichts auf die Reihe bekomme. Und genau deshalb nehme ich mir einen ganzen Tag nur für mich, um mich zu beruhigen.

Um 7 Uhr stehe ich auf, ganz ohne Weckerklingeln und Druck. Zwei Stunden länger zu schlafen, als in der Woche ist wirklich erholsam und ich spüre schon ganz genau, dass sich meine Reserven schon ein wenig mit Energie gefüllt haben. Leider zickt mein Körper im Moment ein wenig rum, weshalb ich alles einen Tick langsamer angehen lasse und das Knacken meiner Knochen als Hintergeräusch ertragen muss. (Klingt, als wäre ich 80 Jahre alt oder so, da ist meine Oma echt fitter ;-D)

Nachdem ich dann endlich aus dem Bett geklettert bin, ist das erste, was ich tue ein Glas grünen Tee mit Wasser trinken. Um wach zu werden und einfach weil es mir dann so viel besser geht. Der nächste Schritt besteht darin, Musik anzumachen, weil auch sie für mich ein Kraftspender ist. Ihr glaubt gar nicht, wie meine Stimmung durch einen einzigen Song beeinflusst wird. Ob positiv oder negativ hängt dabei stark von meiner Playlist ab. Aber es ist so ein tolles Gefühl, zu einem meiner Lieblingslieder durch die Wohnung zu tanzen! Deshalb bleibt die Musik heute auch den ganzen Tag an ❤

Danach, wenn meine Laune gestiegen ist, wird gefrühstückt. Porridge mit Proteinpulver (habe ich dank meinem Mann entdeckt und manchmal mache ich mir einen Milchshake, weil das Zeug wirklich lecker ist!) und Apfelmus. Auch das mache ich, um mich einfach gut zu fühlen und nicht, weil es so unglaublich gesund sein soll. Heute geht es nur darum, das zu tun, was mir dabei hilft, den Stress loszuwerden und dazu gehört nun mal ein leckeres Frühstück. Alternativ könnte ich an solchen „Spa-Days“, wie ich sie gern nenne, auch Musli mit Naturjighurt oder einfach Frühstücksbrötchen mit Gurke essen. (Ich esse im Moment extrem viel Obst und Gemüse, weil ich das Gefühl habe, mein Körper braucht das^^)

Da es heute um ein wenig Stressabbau und Neuorientierung geht, setze ich mich kurz an den Schreibtisch und werfe einen kurzen Blick auf meinen Kalender, dazu mache ich mir ein paar Kerzen an, um die Dunkelheit und die trübe Stimmung zu vertreiben. Himmel, ist da alles vollgeknallt! Deshalb schreibe ich mir die wichtigstens Ziele und Aufgaben für den Dezember noch mal auf und drucke mir dann eine Monatsübersicht und auch die erste Woche aus, um noch einmal neu zu planen. Falls euch das interessiert, könnt ihr es gern downloaden ❤

Kalenderübersicht Dezember2017

Nur zur Erklärung: Monatsziele / Wochenziele und To-Dos sind nicht das gleiche. Bei den Zielen schreibe ich mir NUR die wichtigsten 3 hin, alles andere hat da nichts zu suchen und kommt zu den To-Dos, die ich immer erst dann abarbeite, wenn ich an einem Tag schon etwas für eines meiner Ziele getan habe. Prioritäten und so ;-D Den ganzen Platz zum Thema Schreiben und Writing Goals werdet ihr sicher nicht brauchen, aber für mich ist er wichtig 🙂 Und weil mein erster Kalenderentwwurf nicht gepasst hat, habe ich jetzt jeden Monat und jede Woche so umgestaltet. Gefällt mir wesentlich besser!

Und siehe da, nachdem ich mich neuorientiert habe und alles neu eingetragen ist, habe ich festgestellt: Ja, es ist verdammt viel, aber mit der richtigen Planung und Organisation kann ich es schaffen. Allerdings muss ich dann bei einigen Projekten Abstriche machen und sie nach Wichtigkeit sortieren. Im Moment geht Projekt SL vor, immerhin ist Abgabe Ende Dezember *waaaah* (ich kann es noch immer nicht glauben!!!) Und deshalb gibt es Dinge, die zurückstecken müssen. Band 2 von You & Me wird zum Beispiel in den Hintergrund rücken. Ich werde immer noch weiter schreiben, aber beenden werde ich es wohl erst im Januar … (Aber dafür arbeite ich auch ganz fleißig an hübschen Sachen für den Relaese-Day <3)

Anmerkung: Ich überarbeite mit Hilfe meines Mannes und finde es sooo lieb von ihm, dass er seinen verdienten Urlaub dafür opfert, um mir zu helfen. Wie soll ich das nur wiedergutmachen?

Also habe ich mir in der Monatsübersicht alles aufgeschrieben, das gemacht werden will, aber auch die Tage markiert, an denen ich gar nichts tun werde (Feiertage zum Beispiel). So habe ich einen ziemlich guten ersten Blick auf den Dezember. Und das übertrage ich jetzt auf die erste Woche. Sieht doch gar nicht mehr so schlimm aus mit der Planung und ich merke schon, wie ich mich ganz langsam entspanne und wieder Luft holen kann, ohne diese böse Panik.

Bis mein Mann vom Einkaufen mit seinen Eltern zurück ist, mache ich es entweder ein wenig gemütlich und lese auf der Couch oder ich schaue mir ein paar Folgen einer Serie an (Netflix ist doch einfach was Tolles ;-D) oder ich zocke. Alles, was mich entspannt, ist erlaubt. Hier könnt ihr natürlich das machen, was für euch besser passt. Mit dem Haustier kuscheln oder einen Spaziergang machen, es ist alles erlaubt! Und wenn mein Schatz zurück ist, bereiten wir das Mittagessen vor. Heute etwas eher Ungesundes, aber sooo lecker. Nudeln mit selbstgemachter Tomatensauce und gebratener Jagdwurst. Bei mir gab es das schon als Kind in der Schule und ich liebe dieses Essen. Genau deshalb passt es auch gut zu einem Spa-Day. Beim Essen machen wir etwas zusammen und genießen die Zeit zusammen, ohne Hektik und Trubel, alles ganz ruhig.

Wenn ich mich dann nicht mehr wie ein vollgefressener Löwe fühle, fange ich damit an, meinem Körper etwas Gutes zu tun (weil, alles im Einklang halten und so^^) und fange dabei mit meinen Haaren an. Eine Kur mit Kokosöl (danke Nina für den Tipp <3), die ich mindestens eine halbe Stunde einwirken lasse, meistens länger. In der Zeit könnt ihr euch ja die Nägel lackieren, ein paar Youtube Videos anschauen oder etwas anderes machen, dass euch gefällt. Ich habe mich für das Ausmalen von Mandalas entschieden, weil auch das mir hilft, vom Alltagsstress wegzukommen. Manchmal mache ich das auch in der Woche, wenn ich in der Mittagspause noch Zeit habe oder bevor ich vom Schreibtisch aufstehe.

Nach dem Einwirken der Kur, nehme ich dann ein schönes Bad und lasse meinem Körper die Pflege zukommen, die er braucht. Natürlich dürfen auch hier Kerzen und Musik nicht fehlen. Und mitsingen auch nicht, denn auch wenn ich nicht singen kann, macht es soo Spaß 😀

Und da alles so entspannend ist und ich es nicht gewohnt bin, am Samstag mal nichts für die Arbeit oder meine Projekte zutun, wird zwischendurch immer mal das schlechte Gewisen bekämpft: „Gib ruhe, ich brauche das heute, es liegen noch so viele anstregende Wochen vor mir!!“ Danach kann ich mich wieder auf die kleinen Dinge konzentrieren. Dass mein neuer Badesatz so unglaublich gut riecht zum Beispiel. Oder das die flackernden Kerzen so hübsche Muster werfen, die so wunderbar mit meiner Entspannungsmusik harmonieren … Herrlich! Da stört es mich auch nicht, dass die Sonne sich wohl gar nicht mehr blicken lässt.

Danach geht es wieder auf die Couch. Mit dem Buch, das ich gerade lese und wenn es beendet ist, suche ich mir das nächste heraus, mein SuB ist ja groß genug. Zwischendurch gibt es immer wieder Kuschelmomente mit meinem Schatz und wir plaudern über alles mögliche. Nur ein Thema ist nicht erlaubt: Arbeit. Die kommt früh genug wieder auf unser Radar.

Da es jetzt mit großen Schritten auf den Abend zu geht, überlegen wir uns, was es feines zu Essen geben soll. Nichts schweres und wieder mit viel Gemüse. Und erst jetzt wird mir klar, dass ich heute noch kein Stück Schokolade gegessen habe. Normalerweise brauche ich immer etwas Süßes, um mich gut zu fühlen, heute habe ich es auch ohne geschafft, weil jede Sekunde dazu beigetragen hat, dass ich mich wie neugeboren fühle. Der Stress, der sich in den letzten Wochen aufgebaut hat und mich so langsam in den Wahnsinn trieb, ist weg und ich fühle mich frei. Damit es so bleibt, werde ich ab Montag ein wenig an meinem Tagesablauf ändern und alles so strukturieren, dass ich mindestens eine ruhige Stunde am Tag nur für mich habe, sonst hänge ich in ein paar Wochen wieder in den Seilen und kann nicht frisch ins neue Jahr starten.

Jetzt reden wir darüber, ob wir uns nicht im Januar eine kleine Auszeit gönnen sollten. Ein Wochenende in einer anderen Stadt, in einem süßen Hotel, mit Pool und Massagen und einfach nur weg aus dem Alltag. Muss ja auch gar nicht teuer sein, Hauptsache mal ruhe. Und das haben wir seit Jahren nicht gehabt. Mein letzter Urlaub, in dem ich weggefahren bin, war 2006 in London. Danach kamen nur noch Klassenfahrten und die zählen für mich einfach nicht. Schon komisch, denn als ich noch ein Kind war, sind wir jeden Sommer für ein paar Wochen weggefahren. Zu Verwandten nach Ungarn meistens. Oder mal 3 Tage nach Polen. Irgendetwas haben wir immer gemacht, auch wenn es nur in Deutschland war und das hätte ich gern wieder. Mal ein paar Tage raus und die „Welt“ erkunden. Ich bin ja sowieso so ein Kind vom Land, da würde mir ein Ausflug in den Wald schon reichen. Tatsächlich müssten wir dafür nicht mal weit fahren, oben beim Waldcasino gibt es einen schönen Wanderweg, der direkt zum Waldhaus führt. Dauert ca. 3 Stunden, dann könnten wir lecker essen … So sieht unser Abendgespräch aus. Wir machen Pläne, die uns Erholung versprechen. Als ersten Spa-Day, legen wir den 23. Dezember fest: Erst auf den Weihnachtsmarkt und später dann noch ins Kino. Auch da haben wir zuletzt 2015 …

Wenn es dann Zeit fürs Bett ist, hören wir noch 30 Minuten ein Hörbuch. Und ich Augenblick bin ich so entspannt wie schon lange nicht mehr. Dazu musste ich mir nur mal einen Tag für mich selbst nehmen. Es war wunderbar, es hat Spaß gemacht und ich habe es wirklich gebraucht. Einen Tag lang faul sein und die kleine innere Stimme ausschalten, die mir zuflüstert „Sei nicht so faul, du käönntest jetzt so viel schaffen …“ Doch wie soll man immer Gas geben, wenn der Tank leer ist? Dann funktioniert nichts mehr und der Berg an Arbeit wird immer größer und dadurch fühl man sich überfordert. So was muss ja nicht sein, auch wenn es in unserer Gesellschaft so typisch geworden ist, dass wir uns alle krank arbeiten und immer weiter machen, obwohl wir so dringend eine Pause gebrauchen können … So etwas soll mir nicht passieren und deshalb werde ich wohl mindestens einmal im Montag einen Spa-Day einlegen. Der wird nicht immer gleich ablaufen, aber ich werde immer nur das machen, womit ich mich gut fühle. Vielleicht bin ich dann auch im Alltag glücklicher und das ist eines meiner größten Ziele für 2018.

Im nächsten Beitrag der Reihe wird es um eine Jahres-Challenge zum Glücklichsein gehen. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir in den Kommentaren schreibt, was euch glücklich macht und was ihr tut, um euch wohlzufühlen.

Eure Jenny

Sollte euch die Kalenderübersicht gefallen haben, schreibt mir, dann finden wir sicher auch einen Weg, wie ihr einen Kalender für 2018 bekommen werdet, allerdings werde ich ihn nicht offiziell zum Verkauf anbieten 🙂

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