Über das Schreiben

Autorenalltag #5 – NaNo, Kalender, Social Media

Bei allem was in den letzten Wochen so passiert ist, habe ich wirklich nicht mitbekommen, dass wir schon November haben und mit großen Schritten auf das Ende des Jahres 2017 zusteuern. Gut, vielleicht wollte ich es gar nicht wahrhaben, denn das Jahr ist definitiv nicht so gelaufen, wie ich es erwartet habe und erst recht so so, wie gewünscht. Leider haben die negativen Ereignisse mehr Platz eingenommen als alles andere und eine positive Entwicklung gab es erst seit September. Wahrscheinlich habe ich deshalb gedacht, ich hätte noch Zeit um all das zu schaffen, was ich mir eigentlich vorgenommen habe. Fataler Irrtum!

Projekt You&Me 2 sollte im November beendet werden, ebenso wie die Planung von DaK, damit ich im Dezember noch einmal SL – NeSl überarbeiten kann und im Januar direkt mit einem Fantasy-Projekt starte. Doch kaum war der Beitrag für den NaNo online, rieb mein Körper sich die Hände. „So nicht! Der zeig ich’s jetzt so richtig!“ Hat er auch getan. Wie soll man tippen – oder gar per Hand plotten – wenn die Pfötchen wehtun? Ging nicht, aber ich habe dennoch immer geschrieben, wenn es mal ging. Ich wollte den NaNo durchziehen, bis ich irgendwann nur noch auf der Couch lag und gar nichts mehr machen konnte. Selbst laufen war schwierig. Und dann, als ich den NaNo und meine Zeitplanung abgeschrieben hatte, ging es mir besser. Wie das natürlich immer so ist (dennoch werde ich nicht auf Teufel komm raus weiterschreiben, sondern nur dann, wenn es mir gut geht und auch nur so viel, wie ich eben schaffe).  Aber da war die Panik, die Jahresplanung für 2018 ganz in Ruhe zu machen schon da, weshalb ich – wie immer im November – nach einem passenden Kalender gesucht habe. Und natürlich keinen fand, der wirklich zu mir passte. Also habe ich mich einen ganzen Tag lang hingesetzt, um selbst einen zu entwerfen, der zu mir passt!

Was brauche ich?

Nur einen ganz schlichten Kalender, den ich farblich so gestalten kann, wie ich es möchte, ohne das zu viel vorgegeben ist. Und Schnickschnack wie Weltkarten etc. brauche ich erst recht nicht! Ich will einfach nur einen Platz, wo ich mein Leben und meine Projekte zusammen auf dem Papier habe. Hier sehr ihr schon mal die groben Entwürfe, die ich für den Probedruck gemacht habe. Erst wenn der da ist, werde ich mich an die kleinen Verbesserungen machen.

Bildschirmfoto 2017-11-11 um 09.05.43Eine Übersicht, in der ich meine Jahresziele auf einen Blick sehen kann und wo ich mir meine Pläne auch schon mal grob einteilen kann. Da habe ich bei dem Kalender von Ella gesehen und für toll befunden, also habe ich es für mich übernommen. Hier kann ich quartalsweise planen und da ich weiß, wie lange ich ungefähr wofür brauche, kann ich so abschätzen, welche Projekte ich wann beginnen soll, um sie pünktlich zu einem gewissen Zeitpunkt zu beenden. Was nächstes Jahr wirklich sehr wichtig für mich wird, immerhin werde ich ziemlich viel zu tun haben *flippt dezent aus*

 

Bildschirmfoto 2017-11-11 um 09.05.50Diese übersicht habe ich auch dieses Jahr schon benutzt und sie geht noch ein wenig mehr ins Detail als die Jahresplanung. Sozusagen splitte ich das Quartal noch mal auf und kann mir hier Notizen dazu machen, was jeden Monat notwendig ist, um meine Ziele zu erreichen. Was ziemlich wichtig ist, damit ich das nicht irgendwann aus den Augen verlieren und dann wieder denke: „Oh nein, es ist ja schon November, wie konnte DAS denn passieren? Hilfe!“

 

 

Bildschirmfoto 2017-11-11 um 09.05.53Projektplan. Für mich eine der wichtigsten Funktionen, die ich in meinem Kalender brauche, damit ich weiß, was schon gemacht wurde, was noch getan werden muss, wann meine Deadlines sind usw. Und das alles möglichst auf einen Blick, ohne blättern zu müssen und nicht nur für ein Projekt, sondern mehrere, also habe ich mir gleich acht von diesen Bögen in den Kalender gepackt. So viele werde ich wahrscheinlich nicht brauchen, aber nur für den Fall der Fälle.

 

 

Bildschirmfoto 2017-11-11 um 09.06.07Monatsübersichten. An denen muss ich definitiv npch basteln, aber ich wollte das gestern einfach nur fertig bekommen, damit ich den Probedruck bestellen kann. Wie ihr seht, ist es ganz schlicht und ich habe mich an dem Kalender orientiert, den ich dieses Jahr benutzt habe. Warum die Übersicht nur auf einer Seite ist, werdet ihr gleich sehen, den ich habe auch hier noch eine extra Seite zum Planen gestaltet.

 

 

Bildschirmfoto 2017-11-11 um 09.06.11Und hier setzt sich die Planung aus der Monatsübersicht am Anfang fort. Platz für meine Projekte, für Social Media (für die meisten wahrscheinlich zu wenig, aber ich bin ja eher weniger … na ja ihr wisst schon ;-D und eine To-Do-Liste für alles, was sonst noch so ansteht. Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie sich der Kalender im Einsatz schlagen wird!

 

 

Als nächstes folgen dann nur noch meine ganz einfachen Wochenübersichten auf zwei Seiten und mit Zeitfenster. An denen muss ich definitiv noch basteln, deshalb zeige ich sie euch erst mal nicht. Wahrscheinlich interessiert euch das alles eh nicht. Aber diese Variante mit „Ich gestalte meinen Kalender selbst“ finde ich tausend mal besser, als mir einen teuren zu kaufen, von dem ich dann nur die Hälfte benutze. Außerdem wollte ich unbedingt einen Ringbuch-Kalender und von denen, die es gibt hat mir die Aufteilung eben gar nicht gefallen. Warum dann kein Bullet Journal? Tja, weil ich nicht zeichnen kann, aber trotzdem möchte, dass alles ordentlich aussieht. Und vor allem: Jeden Monat / jede Woche gleich. Bin eben komisch ;-D

Und damit wären wir schon beim dritten Thema für diesen Beitrag:

Social Media

Ich habe mir, mal wieder, so meine Gedanken gemacht, weil sich bisher ja keine Besserung in dem Bereich eingestellt hat. Dabei lese ich ständig irgendwelche Tipps, wie man sich zur Marke macht. Oft gibt es dann Sätze wie „Schreibe so, als würdest du mit einer Freundin reden“. Und da beginnen schon die Probleme!

Im Reallife – also außerhalb des Internets – habe ich nur eine Person, die ich als Freundin bezeichnen würde. Wir sehen uns einmal im Jahr, schreiben nur sporadisch und pflegen dabei einen etwas ungewöhnlichen Tonfall. Sätze wie „Du bist doch echt furchtbar!“ oder „Das kannst du nicht machen, bist du bekloppt?“ sind da keine Seltenheit. Zum einen kann ich also nicht so mit euch reden, weil nicht jeder zu den Menschen gehört, die sich bei so einer Unterhaltung wohlfühlen und außerdem kenne ich die Person seit ich 11 Jahre alt bin, weiß also genau wie sie tickt und umgekehrt. Wir haben schon viel zusammen erlebt und mit Fremden spricht man eben einfach nicht so vertraut. Punkt. Aus. Was aber noch entscheidender ist: Wir schreiben nicht täglich. Es gibt Zeiten, da texten wir uns tagelang zu und dann folgen Wochen des Schweigens. Nicht, weil uns nicht interessiert, was der andere so macht, sondern weil wir beide beschäftigt sind und es manchmal einfach nicht zu erzählen gibt. Womit wir beim springenden Punkt wären:

„Poste täglich mindestens einmal.“

Tja, leider ist mein Leben weder spannend, noch läuft es rund. Und auf Jammerposts soll man ja auch verzichten. Also gibt es nun mal Zeiten, wo ich nichts zu erzählen habe. Zumindest nichts spannendes. Warum sollte ich euch dann also zutexten mit „Hey, ich habe heute xy Wörter geschrieben und hundert Seiten bei Buch z geschafft.“ Unspannend. Und dann gibt es Neuigkeiten, die ich noch nicht verraten darf oder Projekte, die noch zu frisch sind und schon herrscht Tage oder auch mal Wochen Ebbe. Klar könnte ich Beiträge zu bestimmten Themen planen, aber würden die euch auch interessieren? Mein Leben besteht meist daraus, dass ich mich zum Schreiben, Plotten, Testlesen (was auch immer) an den Schreibtisch setze und mich mit meinem Haustier unterhalte, wenn es mal nicht weiter geht. Sam interessiert es natürlich wenig, was Frauchen so für Prpbleme hat. Lieber schiebt er alles mögliche was er so findet unter die Couch und zeigt dann ganz stolz, dass er trotzdem noch drunter passt. Oder er sucht die Wohnung nach essbaren Dingen ab und bekommt einen Wutanfall, sollte er nichts finden. Das ist meine kleine Welt. Unspannend.

Deshalb habe ich mir jetzt eine Strategie überlegt, die ich ab nächstem Jahr mal austesten möchte.

Instagram: Da werde ich verschiedene Dinge posten (alles zum Thema Bücher, die ich kaufe / lese wird in weiter in der Farbe Türkis gehalten, dann wird es aber auch mindestens einmal pro Woche ein Bild zum Thema #Autorenleben geben, das alles etwas auflockern soll, denn eigentlich bin ich ja kein Buchblogger, sondern Autorin und darauf würde ich gern eingehen.)

Facebook: Diese Hass/Liebe. Wobei der Hass größer ist, als alles andere. Tja, was soll ich bitte auf meiner Facebookseite posten, wenn es nichts wichtiges zu erzählen gibt? Und wenn man nicht regelmäßig etwas in den Raum wirft, sinkt eben die Reichweite, ist halt so. Was soll ich also machen? Neulich habe ich gelesen, dass sich die meisten Leser nicht für den Autor hinter den Büchern interessieren, ich dagegen liebe es, mehr über andere Autoren zu erfahren. Ob das nun etwas mit dem Schreiben zu tun hat oder nicht ist dabei nicht wichtig. Aber da ich keine typische Leserin bin, sondern auch die andere Seite als Autorin kenne, ist das alles gar nicht so einfach. Deshalb würde ich gern drei mal die Woche etwas posten, welche Inhalte ich dabei wähle (nur zur Erinnerung, mein Leben ist langweilig), kann ich noch nicht sagen, aber das wird sich hoffentlich ergeben, wenn ich dann alles für das Jahr 2018 plane …

Blog: Natürlich werde ich euch hier weiterhin über buchige News informieren, sollte es welche geben, aber auch Beiträge zum Schreiben und Einblicke hinter die Kulissen wird es weiterhin geben. Nur eben nicht regelmäßig. Wenn ich etwas zu erzählen habe, werdet ihr es erfahren, ganz bestimmt!

So, das war es dann für heute. Ich obtimiere dann mal meinen Kalender und freue mich jetzt schon darauf, ihn in den Händen zu halten *hibbel*

2 Kommentare zu „Autorenalltag #5 – NaNo, Kalender, Social Media

  1. Mich interessiert dein Kalender! 😀 Vor allem, weil ich jetzt schon im zweiten Jahr mein Bullet Journal benutze und immer gern neue Übersichten usw teste.

    Deine Social Media-Pläne klingen doch ganz gut 🙂

    Ich finde Aussagen wie „Jammerposts soll man nicht machen“ völligen Blödsinn. Dadurch entsteht ja nur noch stärker das Bild von Autoren, denen immer alles gelingt. Oder auch gegenüber Menschen, die keine Ahnung haben, wie das Schreiben wirklich ist, denken sich, dass das total einfach und leicht ist. Ich poste öfter mal was über meine Rückschläge. Über Dinge, die nicht so gut laufen. Momente, wenn der innere Kritiker wieder die Oberhand besitzt. Natürlich mach ich mich damit angreifbar, aber auf der anderen Seite will ich dieses schillernde Bild etwas mehr in einen realistischen Winkel rücken und anderen damit Mut zusprechen, denen es ähnlich geht. Ich bin lieber echt und angreifbar, als falsch und sicher.

    Liebe Grüße,
    Sarah

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    1. Ich bewundere wirklich alle, die ein Bullet Journal gestalten. Dafür wäre ich wahrscheinlich zu ungeduldig. Und schön würde es auch nicht aussehen, was mich total ärgern würde.

      Ja, die Pläne klingen gut, aber mir ist immer noch nichts für Facebook eingefallen. Ich habe hier 40 Seiten Recherche zum Thema und nichts davon hat mir wirklich geholfen … Das Thema und ich passen echt nicht zusammen ….

      Da hast du auch wieder recht. Allgemein finde ich es immer schwer, wenn irgendjemand schreibt „Mach auf keinen Fall xy“ oder „Versuch es doch mal mit z“. Einfach weil jeder anders ist und nicht für jeden alles funktioniert. Noch dazu gibt es ja die Meinungsfreiheit und nur, weil etwas bei jemanden klappt, muss das für mich noch keinen Erfolg versprechen. Vielleicht mag ich so was ja nicht mal. Genau deshalb finde ich das Thema schwierig. Und über meine Fehlschläge habe ich auch genug berichtet, denn wie du schon sagst: Es gehört nun mal dazu. Wahrscheinlich mache ich mir mal wieder zu viele Gedanken und höre zu sehr auf das, was andere an Tipps und Ratschlägen geben, aber wenn man sich mit etwas nicht auskennt, sind solche Hilfestellungen das Einzige, an dem man sich orientieren kann. Wow, wie sehr ich Marketing und Social Media doch hasse …

      Aber danke für deinen lieben Kommentar ❤
      Ich sollte mir mal jemanden suchen, mit dem ich darüber lang und breit diskutieren kann, so kommen mir ja immer die besten Ideen^^

      Liebe Grüße
      Jenny

      Gefällt 1 Person

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