Allgemein · Über das Schreiben

Autorenalltag #3 – Das Leben zwischen Arbeit und Freizeitgestaltung

Ihr wisst, ich liebe das Schreiben und betrachte es eigentlich gar nicht als Arbeit, aber bei näherer Betrachtung ist es das nun mal. Dazu kommt noch das Testlesen für andere Autoren, dass ich meist vor allem anderen erledige, denn sollte es mir nicht so gut gehen, wird es so trotzdem erledigt, auch wenn vielleicht alles andere liegen bleibt. Neulich allerdings habe ich mir mal Gedanken darüber gemacht, wo die Arbeit aufhört und wo die Freizeit bei mir beginnt.

Testlesen

Eindeutig Arbeit.

Ich mache es gern, keine Frage. Nicht nur, weil ich es liebe, so nah an einem Text von anderen Autoren dran zu sein und praktisch zu erleben, wie er entsteht, sondern auch, weil ich das Glück habe mit ganz besonderen Menschen zusammenzuarbeiten und ich es einfach liebe, was sie so zu Papier bringen.

Zum einen ist es ein riesiger Vertrauensbeweis die Texte von anderen zugeschickt zu bekommen, zum anderen fühle ich mich auch ziemlich geehrt, weil ich um Hilfe gebeten werde. Und mich durchströmen jedes Mal eine Reihe von Gefühlen, wenn ich das Werk von anderen lese. Respekt für die Arbeit des anderen Autors und dann dieser Wunsch, dass die Geschichte, die ich da lese, doch bitte das bekommen soll, was sie verdient. Je nachdem, was der Wunsch des Autors ist, kann das etwas anderes sein, aber es geht mir hauptsächlich darum, dass die Geschichte vor mir, doch bitte in die Welt muss, damit auch andere sie lesen können!

Da ist nicht weiß, ob die Mädels das wollen, werde ich übrigens weiterhin so kryptisch bleiben und keine Namen nennen. Aber sie sind wundervoll ❤

Das „normale“ Lesen

Freizeit. Oder etwa nicht?

Mein RuB (Regal ungelesener Bücher) starrt mich jedes Mal so vorwurfsvoll an, weil ich nur selten an ihm vorbei husche, um mir neues Lesefutter zu beschaffen, es aber trotzdem weiterwächst, weil … ihr wisst doch: „Hey, Neuerscheinungen!!“ oder schlicht: „Oh, das Buch hatte ich gar nicht auf dem Schirm, aber jetzt brauche ich es. Sofort!“ Kennt doch jeder Bücherwurm, oder? Instagram ist da übrigens tödlich, aber dazu später mehr.

Wenn ich also denn mal zum Lesen komme, war es – zumindest früher – immer Freizeit, doch irgendwie gehört es ja auch zur Arbeit. Es heißt ja immer, dass Autoren ein Buch aus anderen Blickwinkeln betrachten, als es andere Leser tun und das stimmt auch irgendwie. Natürlich ist es trotzdem Unterhaltung, aber man hinterfragt einfach mehr und analysiert es irgendwie. Ist zumindest bei mir so. Finde heraus, was die Leser mögen. Finde deinen Stil. Und nein, hier geht es nicht darum, einen anderen Autor zu kopieren, sondern die eigene Stimme zu finden, in dem man merkt wie unterschiedlich die der anderen ist. (Wahrscheinlich kann niemand meinen wirren Gedanken folgen XD)

Aber egal. Für mich ist Lesen also eine Mischung aus Freizeitbeschäftigung und Arbeit.

Computerspiele

Freizeit!

Ja, ihr habt richtig gehört. Bevor ich meinen Mann kennenlernte, konnte ich dem „Zocken“ rein gar nichts abgewinnen und habe lieber ein Buch in die Hand genommen. Dabei habe ich die Wirkung eines solchen Spiels ziemlich unterschätzt. Denn dort gibt es ebenfalls Welten zu entdecken und ganz nebenbei ist es auch noch entspannend. Meistens. Manchmal regt es mich auch ziemlich auf, denn andauernd von Mammuts und anderen Viechern gejagt zu werden ist schon ziemlich Nerven aufreibend. Da kann es durchaus passieren, dass ich vom Schreibtisch aufspringe und mein Mann den Controller übernimmt, weil ich so ein kleiner (großer *hust*) Schisser bin.

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Aber es ist einfach anders, wenn man eine Spielfigur durch virtuelle Welten steuert. Es reißt mich für eine Weile aus allem raus, weil man darauf fokussiert ist, was als nächstes passiert und einfach keine dafür Zeit bleibt, dass die grauen Zellen im Hintergrund noch an etwas anderem werkeln. Will ich also weg vom geschriebenen Wort – egal in welcher Form – greife ich zu einem PC-Spiel. Leider geht das Zocken ziemlich auf die Handgelenke und das kann ich mir nicht leisten. Deshalb hat mein Mann mich wohl gezwungen von der Tastatur auf einen Controller umzusteigen. (Klar, dass ich mich erst mal angestellt habe, wie der erste Mensch, der so ein Ding bedient ;D).

Filme und Serien

Freizeit. Eigentlich.

Bei keiner anderen Tätigkeit kommen mir so verrückte und coole Ideen für Geschichten, wie beim Starren auf die Flimmerkiste. Ja, meine Gedanken schweifen ständig ab, weshalb ich mich selten auf den Inhalt dessen konzentriere, was ich mir gerade ansehe, aber das macht dann auch nichts mehr. Jenny guckt einen Trailer zu einem Drama: BUMM Idee zu einem Fantasy-Epos. Komischerweise habe ich nie eine Idee die zu dem passt, was ich schaue, sondern immer etwas anderes ist. Mein Gehirn wandelt wohl gern um und denkt über drölfzig Ecken. Jedenfalls mag mein Mann es nicht, etwas mit mir zu sehen, weil ich dann immer diesen Gesichtsausdruck bekomme und woanders bin. Tja, damit muss er leben.

Übrigens ist meine geringe Aufmerksamkeit bei Filmen und Serien der Grund, weshalb ich mir alles x Mal anschaue, um auch alles mitzubekommen. Wenn ich Glück habe, schaltet mein Gehirn immer bei einer anderen Stelle ab ;D

 

Sport

Mein körperlicher Ausgleich. Weder Freizeit noch Arbeit, sondern einfach ein: Das brauche ich.

Vier mal die Woche in der Wohnung herumzuhüpfen klingt bescheuert. Das auch noch zu mögen ist völlig absurd. Aber ich spüre, dass es mir hilft den Kopf frei zu bekommen und abends besser zu schlafen, also: Immer her mit den schweißtreibenden Workouts!

Social Media

Hassobjekt schlechthin, deshalb eindeutig Arbeit.

Vor allem Facebook ist für mich noch total abschreckend. Ehrlich. Das passt einfach nicht zu mir. Twitter auch nicht, obwohl ich da gern mitlese. Dann habe ich Instagram entdeckt und fand es zuerst irre anstrengend. Die Bilder von anderen waren immer sooo cool, aber ihr wisst ja, wie ich zum Fotografieren stehe: Es ist cool und ich mag es, bin aber eine totale Versagerin! Nun, versuch macht klug und seit einigen Tagen sehen meine Bilder so aus:

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Türkis / blau ist eine meiner Lieblingsfarben und so habe ich sie zu meinen „Wiedererkennungswert“ gemacht. Klar, auf dem Bild seht ihr rosa, denn ich habe Post bekommen ;D Aber ansonsten ist bei mir alles in einer Farbe gehalten. Auch meine Accessoires, die ich nach und nach erweitern werde. Irgendwie macht es mir totalen Spaß und vielleicht habe ich endlich ein Social Media Network gefunden, das zu mir passt ❤ So macht die Arbeit wieder Spaß!

Schreiben

Mit allem, was dazu gehört (Planung, Überarbeitung, Buchsatz usw.). Eindeutig Arbeit, aber auch der liebste Teil der Arbeit. Zumindest einiges davon. Was den Buchsatz angeht, wissen ja alle, wie ich dazu stehe *hüstel*

Und gerade mein aktuelles Projekt ist eine echte Herausforderung, weil es so anders ist und oft unbewusst wieder zu dem „Stil“ zurückswitche, den ich von mir kenne. Da wird bei der Überarbeitung so einiges auf mich zukommen, aber bis dahin genieße ich es einfach mich auszutoben und neue Wege anzustreben ❤

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Fazit

Zu viel Arbeit, könnte man meinen. Bei einem Blick auf den vollgestopften Tagesplan stimme ich durchaus zu, aber die Grenzen zwischen Freizeit und Arbeit sind eben fließend und verschwimmen oft genug. Manchmal ist das gut, manchmal eher weniger … Aber solange ich mich an den Sport, die gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf halte, klappt das auch. Außerdem habe ich mir einen Wecker gestellt, der mich daran erinnert, das Feierabend ist (oder mir sagt, wann ich mal essen soll xD), deshalb funktioniert es so gut. Und am wichtigsten: Es mach Spaß ❤

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