Über das Schreiben

Stolpersteine und dunkle Seiten

Auf dieser Seite lasse ich euch an meinen Gedanken teilhaben, an meinen Fortschritten und an meinem Weg ins Autorendasein. Doch dazu gehören nun einmal auch Zweifel und Hindernisse. Tag an denen es schwerfällt, ein Lächeln auf den Lippen zu haben und anderen zuzuhören, wenn sie sich freuen. Meistens mache ich das dennoch und freue mich mit meinen Freunden und mit meinem Mann, egal worum es geht. Aber mein Herz bleibt davon unberührt, bis es sich erholt hat. Aber jetzt mal von Anfang an:

Mein Traum ist es, wie von vielen anderen auch, irgendwann mal meine Buchbabys bei einem Verlag zu sehen. Nicht, weil Verlagsautoren besser sind, als Selfpublisher oder aus irgendwelchen anderen Gründen, sondern einfach, weil in meiner Schublade ein paar Manuskripte liegen, denen ich allein nicht gerecht werden kann. Und damit sie nicht untergehen oder ich irgendetwas falsch mache, wollte ich meine Fantasy-Projekte gern bei einem Verlag sehen. In guten Händen eben, ihr versteht sicher, was ich meine, nicht wahr? Denn mit Cover, Lektorat usw. ist es bei den Skripten nicht getan.

Dachte ich zumindest bisher.

Nach fast einem halben Jahr, in der eine Absage nach der anderen hereinflatterte, mehrten sich natürlich die Zweifel. Ist dieses Projekt überhaupt dafür geeignet veröffentlicht zu werden? Bin ich überhaupt gut genug, um überhaupt etwas zu veröffentlichen? Ihr kennt das ja sicher.

Gestern war auch wieder so ein Tag. Die Absage bei dem letzten Verlag, bei dem ich mich beworben hatte. Mein Lieblingsverlag. Und, weil wir ja ganz ehrlich sind, es hat mich zerstört. Alle anderen Ablehnungen habe ich ganz leicht verkraftet, doch diese eine hat irgendetwas in mir kaputt gemacht. So hat es sich zumindest angefühlt. Und ich bin ertrunken in Zweifeln, wollte das Manuskript löschen und Between gar nicht erst veröffentlichen. Ich wollte mich verkriechen, allein sein und mir meine Wunden lecken. Aber das habe ich nicht gemacht. Stattdessen habe ich geschrieben, überarbeitet und das gemacht, was ich eben jeden Tag so mache.

Doch ich konnte spüren, dass ich diese Absage nicht einfach so abschütteln kann. Dass ich nicht über die Zweifel hinweg kommen werde, wenn ich das nur mit mir selbst ausmache. Es war einfach zu groß. Also habe ich mich einer guten Freundin und Autorenkollegin anvertraut. Als auch das die Wunden nicht heilen konnte, habe ich mich einer Gruppe von Menschen anvertraut, in die mich diese Kollegin hineingeführt hat. Auch alles Schreiberlinge, aber eben Leute, die ich kaum kenne, unter denen ich mich aber sofort wohl fühlte. Es dauerte nur ein paar Minuten, bis ein erstes Lächeln über mein Gesicht huschte und im Laufe des heutigen Tages konnte ich dann wieder lachen. Dank der netten und aufbauenden Worte, doch auch durch die Ablenkung, die anderen Themen, über die wir gesprochen haben. Tja und gearbeitet habe ich natürlich auch.

Was habe ich daraus gelernt?

Vielleicht bin ich keine Verlagsautorin, vielleicht bin ich nicht gut genug, vielleicht, vielleicht, vielleicht. Das witzige an der ganzen Sache? Ich stehe immer noch hinter der Geschichte, hinter den Charakteren. Genau so, wie ich sie geschrieben habe. Natürlich gibt es sicher viel zu verbessern, aber die Handlung, die Figuren, die liebe ich heiß und innig. Und wenn ich eben die Einzige bin, die das so sieht, ist es eben so. Dann bleiben Lina und Devlin bei mir. Irgendwann finde ich vielleicht Leser, die diese Geschichte genauso mögen und die Abenteuer auf dem achten Kontinent erleben wollen.

Eines steht jedenfalls fest: So schmerzhaft es ist, so sehr ich auch zweifle, irgendwann stehe ich auf und mache weiter. Weil mein Herz für meine Charaktere schlägt. So einfach ist das.

Und nein, ich bin nicht wütend und hasse die Verlage, die mich abgelehnt haben, auch nicht. Wozu denn? Macht die Ablehnung auch nicht besser. Aber ich bin enttäuscht von mir selbst und frage mich schon, wie es nun weiter geht. Mit dieser Geschichte. Mit einer ganzen Welt, die ich geschaffen habe. Vorerst wird sie wohl in die Schublade wandern. Doch irgendwann werden Evelina und Devlin vielleicht genauso von der Welt geliebt, wie von mir.

Also, auch wenn mal alles den Bach runter geht, niemals aufgeben! Ich kann es gar nicht oft genug sagen, denn nur wer kämpft, kann auch gewinnen. Ihr kennt die Sprichwörter bestimmt.

Jetzt wünsche ich euch noch ein schönes Wochenende!

9 Kommentare zu „Stolpersteine und dunkle Seiten

      1. Keine Sorge, ich gebe niemals auf. Könnte ich gar nicht. Dafür bin ich schon zu weit gekommen. Und ich weiß, dass Menschen, die ihre Träume aufgeben, oft auch sich selbst aufgeben. So jemand möchte ich nicht werden. Danke für deinen Kommentar 🙂

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  1. Vergiss nicht, was ich zu deiner Geschichte gesagt habe damals und lass dich nicht entmutigen.
    Eine Verlagsabsage hat in deinem Fall ganz sicher nichts mit der Qualität zu tun – Verlage sind Wirtschaftsunternehmen. Sie nehmen Manuskripte auf, von denen sie glauben, sie gut verkaufen zu können. Scheinbar war das bei den von dir angeschriebenen Verlagen nicht der Fall. Oder es passte nicht zu den anderen Titeln, die für 2018/2019 geplant waren. Die Gründe für Absagen sind oft rein wirtschaftlich-programmatischer Natur.
    Aber was sagt das über dein Können oder dein Buch?
    Nichts.
    Diese Geschichte wird ihren Weg finden. Weil sie schön ist.

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    1. So wie es aussieht, wirst du auch bald den Rest der Geschichte lesen 😉
      Vorher muss ich mir nur noch ein paar Gedanken machen, ob das unter einem
      Pseudonym laufen wird, wie ich das mit dem Veröffentlichungsrhythmus der
      Romance-Titel vereinbaren kann, muss jemanden finden, der mir eine Karte
      zeichnen kann usw.
      Das hat mein Mann mir auch gesagt. Das mit den Wirtschaftsunternehmen. Da
      ich aber absolut kein wirtschaftlicher Mensch bin, fällt es mir schwer, das
      zu verstehen.
      Und ja, ICH finde die Geschichte auch schön. Sie kam sogar ziemlich gut bei
      Testlesern an. Deshalb hoffe ich, dass sie noch bei ein paar anderen Lesern
      punkten wird.
      Danke für deine lieben Worte ❤

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      1. Ich bin sehr gespannt darauf <3.
        Und lass dir Zeit, bis Mitte April bin ich mit meiner Masterarbeit beschäftigt und so lange kann ich leider nicht lektorieren :(.
        Leider ist es wirklich so. Auch Kleinverlage, die oft ein Buch aus Idealismus aufnehmen, können sich z.B. keinen Flop leisten, weil das im Zweifelsfall das Ende des Verlags bedeuten kann. Leider ist Büchermachen zwar eine Kunst, aber eine hochkommerzialisierte. Aber das muss heutzutage niemanden aufhalten :).
        Und ich MUSSTE dir einfach schreiben <3.

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      2. Kein Problem, bei mir sieht es in den nächsten Monaten auch bissel schwierig aus 🙂
        Und ich danke dir dafür! Ist auch ein wenig was anderes, weil du ja zumindest den
        Anfang kennst und das spendet schon ein wenig mehr Trost 😉 ❤

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