Über das Schreiben

Zeitdruck, Überwindung und wundervolle Erfahrungen

Der Termin für das Lektorat rückte immer näher (und gestern war es dann so weit *zitter*) und in den letzten Wochen, in denen ich ZWuL überarbeitet habe, machte sich in mir ein Gedanke breit: Was, wenn das alles Schrott ist und du damit nicht das erreichst, was du willst? Wenn die Botschaft an den Leuten vorbei schwebt?

Bisher habe ich nur mit Testlesern gearbeitet, die ich schon länger kannte, aber bis auf meinen Mann hatte keiner von ihnen Zeit. Sie sind selbst so eingespannt, dass sie kaum zum Luft holen kommen. Ich nehme ihnen das nicht übel, habe vollstes Verständnis dafür. Aber ich tat mich schwer, das Problem anzugehen. Nämlich neue Testleser zu suchen. Um mit Fremden zu arbeiten fehlte mir zum einen der Mut, überhaupt nach Leuten zu suchen und zum anderen war ich vollkommen unsicher. Es ist ja ein bisschen so, wie die Katze im Sack kaufen, nicht wahr?

ich habe also nichts getan. Gut, es hat mich gequält und die Zeit wurde immer knapper, aber darum gekümmert habe ich mich nicht. Bis ich diesen Artikel gelesen habe: Sorry, ihr Roman oder Sachbuch ist noch nicht so weit. Der führte zu einer kleinen Krise und mein Puls hat sich auf 126 Schläge die Minute beschleunigt (ohne Witz!). Die Nacht war der Horror und endlich, endlich, habe ich einen Entschluss gefasst. Mädel, ohne Testleser geht es nicht! Such dir neue Leute, spring ins kalte Wasser, aber hör endlich auf herumzugammeln, dir den Kopf zu zerbrechen und still im Kämmerlein zu jammern!

Einen Post zu schreiben, in dem ich ein Gesuch aufgebe, hat mich Überwindung gekostet, aber nachdem mir schon Hilfe aus einer Schreibgruppe angeboten wurde, habe ich mir ein Herz gefasst. Insgesamt arbeite ich bei diesem Manuskript mit zehn Testlesern plus meinem Mann.

Und allen die sagen, jemand, der mir so nahe steht, könne meine Texte nicht objektiv betrachten: Er hat sie zerfetzt. Ihm sind Dinge aufgefallen, die bisher niemand bemerkt hat und dank ihm habe ich so einiges umschreiben müssen. Denn meistens hat er nun mal Recht.

Bisher habe ich von den Mädels zwei Rückmeldungen erhalten und beide haben mich aus den Socken gehauen. Sie haben mir ganz genau geschrieben, wo ich etwas verbessern kann, was gut war und wie sie bestimmte Szenen fanden. Mit solchen Anmerkungen konnte ich perfekt arbeiten und es war einfach toll, das Feedback der beiden zu lesen. Einmal mehr konnte ich die wundervolle Erfahrung machen, dass ich nicht vor „fremden Leuten“ zurückscheuen muss. Ich habe mich ein wenig gefühlt, wie meine Protagonistin Ally … 😉

Jetzt warte ich auf das Feedback der anderen und auf einen leuchtenden Text aus dem Lektorat. Bis dahin gibt es noch einiges zutun. Goodies bestellen, mich über den Buchsatz informieren und schlau zu machen, welcher Printanbieter der beste ist. Entscheiden, welche Preise ich festlege, was ich für den Release mache und und und. Ach ja … da sind noch andere Manuskripte *hust*

Langweilig wird mir also nicht. Und ich bin so froh, diesen Schritt gewagt zu haben ❤ Wollt ihr noch einen kleinen Schnipsel aus ZWuL?

autorenwahnsinn-12

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