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Mein Jahr 2017

Ab Montag startet die letzte Arbeitswoche für dieses Jahr, dann sind schon die Feiertage und das bedeutet: mein Urlaub beginnt. Deshalb verfasse ich diesen Beitrag schon heute, denn später werde ich gar nicht mehr dazu kommen. Und ja, ich freue mich auf die freie Zeit, die Bücher, die ich lesen werde, die Serien und Filme, die ich sehen werde und vielleicht zocke ich auch das ein oder andere Spiel. Mal sehen. Aber bis es so weit ist, schicke ich meine Gedanken zurück zum Anfang dieses Jahres und werde sehen, was alles so passiert ist.

Ende 2015 habe ich beschlossen, dass das nächste Jahr mein Schreibjahr werden soll. Ich wollte mich ganz darauf konzentrieren, den Weg zu gehen, den ich mir schon seit meiner Kindheit erträumt habe. Ich wusste, es würde schwer werden und mit einer Menge Arbeit verbunden sein, aber ich wollte es unbedingt, hatte große Ziele, aber keinen wirklichen Plan. Genau aus dem Grund habe ich am WriYoBo (Write Your Books) teilgenommen. Damit ich nicht in der Schwebe stehe und ein genaueres Ziel vor Augen habe.

Doch wer mich schon länger kennt, weiß, dass ich mich gern in mein Schneckenhaus zurückziehe, mich davor fürchte, mit anderen in Kontakt zu treten. Wie soll man da erfolgreich Kontakte knüpfen und sich austauschen? Die Angst, am Ende des Jahres immer noch eine stille Maus zu sein und zwar ein Manuskript vor mir zu haben, doch niemanden, mit dem ich mal „über die Arbeit“ reden konnte, hat mich lange verfolgt. Aber dann kam der erste Januar und ich war aktiv. Habe mich mit anderen Schreiberlingen ausgetauscht und in die Tasten gehauem. Und dennoch blieb meine Facebookpräsenz bis in den Dezember hinein überschaubar. Nicht auf meiner eigenen Seite, wobei ich da auch noch sehr wenig gemacht habe, sondern bei der Kommunikation unter anderen Beiträgen. Vor allem, was Autoren angeht, die längst veröffentlicht haben. Diese Scheu zu verlieren hat mich also beinahe 11 Monate und viel Überwindung gekostet. Aber seit Anfang des Jahres ist so viel geschehen, das sich auch auf mich als Person ausgewirkt hat … Die Lust, mich zu verstecken, ist mir irgendwann abhanden gekommen.

12 Monate sind vergangen und ich bin quasi ein anderer Mensch. Weil ich Menschen gefunden habe, die ebenso gern schreiben, wie ich es tue. Menschen, die mich verstehen. Meine Freude, aber auch meine Ängste. Und das tut wahnsinnig gut. Ich möchte diese Menschen nicht mehr missen und freue mich schon sehr darauf, ein weiteres Jahr mit ihnen zu verbringen.

Doch mein Wandel liegt auch ein Stück weit darin, dass viele meiner Protagonisten selbstbewusst sind. Sie wissen, was sie wollen und wer sie sind. Oder finden es zumindest in den Geschichten heraus. Sie lassen sich von ihren Ängsten und den Rückschlägen nicht unterkriegen. Und belöffeln mich jedes Mal, wenn ich eine meiner Krisen oder „Oh, ich muss mich verkriechen“-Anfälle habe.

Ja, für mich sind meine Charaktere real. Und ich bewundere jeden Einzelnen von ihnen. Sie haben es verdammt schwer und stellen sich trotzdem jeden Kampf. Auch wenn der nur darin liegt, den Alltag zu meistern. Warum sollte ich das also nicht können?

Diese Art von Gedanken haben mich das Jahr über begleitet und mit jedem Tag bin ich ein wenig selbstbewusster geworden. Ein Stück mehr ich selbst. Jedes Wort, das aus mir herausfloss, jeder Charakter, den ich erschaffen habe und die Welten, die meinem Kopf entsprungen sind … all das kam aus meinem Herzen und all dem habe ich einen Teil meiner Seele mitgegeben. Meine Träume, Wünsche und Ziele liegen in diesen Geschichten, die 2016 entstanden sind. Zwar bin ich den letzten Schritt – den zur Veröffentlichung – noch nicht gegangen, aber er ist in greifbare Nähe gerückt.

5 Manuskripte sind dieses Jahr entstanden. 4 davon haben überlebt und sind es wert (meiner Meinung nach^^) gelesen zu werden. Ich habe so viel gelernt, habe mich weiterentwickelt und meinen Weg gefunden. Mein Arbeitsprozess vom Plot, bis zum fertigen Manuskript hat sich immer wieder verändert, bis er sich richtig angefühlt hat. Bis ich damit zufrieden war.

Und zufrieden kann ich auch sein. Ich war auf der FBM, habe tolle Menschen kennengelernt, liebe das, was ich tue. Ja, verdammt, es ist anstrengend. Mehr, als ich es je geglaubt habe. Es gab Zweifel, Tränen und verflucht schlechte Tage. Aber ich habe weiter gemacht. Weil es das ist, was ich will. Mein großer Traum. Mein Leben.

2017 wird es genau so weiter gehen. Nun … nicht direkt. Es gibt mehr Struktur, einen Plan. Für alles. Planung, Schreiben, überarbeitung, Social Media. Und ich hoffe, ihr werdet mich weiter auf meinem Weg begleiten.

Ich wünsche euch allen noch eine schöne Zeit in diesem Jahr. Genießt die Feiertage und rutscht gut rüber. Wir sehen uns dann in 2017 ❤

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