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Von der Idee zum fertigen Text IV – Die Probleme

Es gibt Tage, da läuft es wirklich super und dann gibt es andere, da kämpfe ich um jedes einzelne Wort. So ist das nun einmal, deshalb möchte ich heute mit euch über die Probleme reden, die sich beim Schreiben ergeben.

1. Das reale Leben

Dürfte niemanden wunder, ABER bei mir dann doch, nicht wahr? Denn ich verstecke mich ja gern vor der Realität. In meiner kleinen Welt gibt es das Schreiben, meinen Mann, unser Haustier und den Teil meiner Familie, den ich mag (der ist gar nicht groß *lach*). Fast jeden Sonntag geht es zu meiner Oma in den Garten. Nur für ein paar Stunden. Im Sommer ist das immer Erholung pur, im Winter eher weniger.

Mehr ist da eigentlich nicht. Aber manchmal klopft das Leben eben doch an die Tür. Dann will es rein und geht dir gehörig auf die Nerven. Und leider bringt es oft genug nicht nur eine Sorge mit, sondern gleich die ganze Familie Probleme.

Aber es läuft eben nie so, wie ich das plane. Bei meinen Projekten finde ich das halb so wild, denn da habe ich wenigstens die Möglichkeit etwas zu ändern und mir die Kontrolle zurückzuholen. Bei allen anderen Dingen nicht.

Es geht dann einfach alles schief, was so schief gehen kann. Das ist in Stein gemeißelt. Umso mehr freue ich mich, wenn dann doch mal irgendetwas klappt, aber das ist eher selten.

 

2. Die Gesundheit

Die vernachlässige ich oft. Und wie mein Körper so ist, rächt er sich sofort. Gehe ich erst um 04:00 Uhr ins Bett, könnt ihr darauf wetten, dass er sich seine acht Stunden Schlaf holt, egal wie viele Wecker ich mir stelle.

Deshalb sollte man mehr darauf achten. Mag sein, dass ich im Schreibfluss alles vergesse, aber dann stelle ich mir eben Timer, die mich an solche Dinge wie Essen und Schlafen erinnern. Und mehr Pausen will ich auch machen. Immer mal zwischendurch entspannen und vielleicht mal in den Park.

3. Die Charaktere

Die wollen nicht so wie ich, aber das ist ja immer so. Bis zu einem bestimmten Punkt lasse ich sie machen. Das ist dann wieder diese Sache, ob sich eine Szene „richtig“ anfühlt oder eben nicht. Habe ich ein komisches Gefühl, dann greife ich ein und lenke sie wieder in ihre Bahnen.

Für mich ist es immer ein gutes Zeichen, wenn meine Protagonisten machen, was sie wollen. So ergeben sich Wendungen, die ich niemals hätte planen können und alles wird wesentlich lebendiger.

Zugegeben, manchmal ist es auch anstrengend, aber ich weiß ja, wie ich mit denen umzugehen habe. Immerhin habe ich sie erschaffen! Da sollen sie wenigstens ab und zu mal das tun, was ich ihnen sage.

 

4. Zusätzliche Szenen und andere Änderungen

 

Mitten im Schreibfluss ergeben sich oft die besten Wendungen. Aber was, wenn sie so ganz anders sind, als man sie geplant hat? Zurück auf Anfang und einiges umschreiben oder doch ignorieren und weiter machen?

Dabei verlasse ich mich auf mein Gefühl. Ich habe in meinen Projekten viele nachträgliche Änderungen und zusätzliche Szenen eingebaut und es nie bereut. Andere Ideen habe ich verworfen, weil sie einfach nicht zur Geschichte gepasst hätten.

Doch obwohl ich jedes Projekt plane, ist die Rohfassung nie mit meinem Plot im Einklang. Denn oft fallen mir Wendungen erst ein, wenn ich die Welt und die Charaktere kenne. Dann ergibt sich oft alles von selbst. Ich muss nur ein wenig Vertrauen haben.

5. Beschreibungen und Show don’t tell

Das ist meine absolute Schwachstelle und auch wenn ich 100 Artikel oder Ratgeber lese, raffe ich es einfach nicht. Dachte ich zumindest bisher. Irgendwann habe ich dann verstanden, was wirklich damit gemeint ist und das ich es instinktiv benutze.

Es ist für mich wichtig geworden, um den Leser in meine Welten zu ziehen und ihnen die Handlung näher zu bringen. Dabei achte ich aber darauf, dass ich es ausgewogen nutze. Denn alles anschaulich darzustellen, kann an der falschen Stelle das Lesetempo hemmen und die Spannung aus dem Text nehmen.

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