Über das Schreiben

Von der Idee zum fertigen Text I – Der Plot

Bei „Der achte Kontinent – Feuer und Schatten“ habe ich zum ersten Mal richtig geplottet und heute will ich euch verraten, wie das bei mir abgelaufen ist.

Die Idee trage ich schon seit November 2015 mit mir herum, doch alles, was dabei heraus kam, war ein großer Haufen Mist. Nicht mal eine Überarbeitung hätte da noch was retten können. Mein Geschrei war groß, weshalb ich mir wirklich Gedanken darum gemacht habe, wieso es nicht funktioniert hat.

Ohne Plot geht es nicht!

So einfach ist das. Auch bei Nur mit dir ist mir diese Tatsache auf die Füße gefallen. Sich mitten in einer Szene Gedanken zu machen, was der Charakter will und warum er genau das jetzt macht ist nicht nur nervig, sondern wäre auch völlig unnötig gewesen, wenn ich mir VOR dem Schreiben darum Gedanken gemacht hätte.

Meinem Schreibprozess stand also eine gewaltige Änderung bevor. Für WdM musste ein Plot her. Nicht nur ein grober, sondern eine Kapitelübersicht. Was passiert, wer ist dabei, warum ist das jetzt so. Aber ich hatte doch keine Ahnung, wie man das nun macht und außerdem ist WriYoBo! Ich darf mein Monatsziel von 40.834 Wörtern nicht aus dem Blick verlieren.

Nebenbei ein Projekt schreiben und das nächste plotten funktioniert, wie schon erwähnt, einfach nicht für mich. Deshalb Projekt Nummer 1 beendet und DANN an den Plot gesetzt. Vier Tage habe ich von morgens bis in die Nacht hinein nichts anderes gemacht, als über die Welt von WdM nachzudenken.

Tag 1: Weltenbau. An dieser Stelle haben mit Blogbeiträge des Schreibnacht-Magazins und vom Schreibwahnsinn wirklich sehr geholfen! Dann habe ich eine Art Fragenkatalog von Weltenbau Wissen entdeckt und mich mehr oder weniger an die Vorgaben gehalten. Manche Fragen haben nicht gepasst, andere dafür umso mehr. 15 Seiten sind es am Ende des Tages gewesen. Ich hatte nun eine Welt, einige Wesen (von mir erfunden MUHAHA) und einen Zeitstrahl, der mir verdeutlicht, was alles vor dem Beginn der Geschichte wichtiges passiert ist.

Tag 2: Auch hier saß ich wieder Stunden dran, doch wirklich produktiv war ich nicht, denn es ging darum Charaktere zu erstellen und darauf hatte ich nun wirklich keinen Bock. Es gibt auch hier so viele Personalakten, Charakterbösen und wie sie nicht alle heißen, doch nichts hat wirklich gepasst. So habe ich meine zwei Hauptfiguren erstellt und mit einem dritten Charakter angefangen, dann war Ende im Gelände. Ich hatte echt einfach keinen Bock mehr.

Tag 3: Es geschehen noch Wunder! Unglaublich, aber wahr. Wozu habe ich eigentlich diesen Fantasy-Schreibratgeber von Sylvia Englert im Regal stehen? Zum Angucken bestimmt nicht. Also Buch herausgekramt und mich an ihre Methode gehalten. PERFEKT. So habe ich zwei weitere Charaktere erstellt und dann noch mal 12 hinterher geschmissen. Für einige habe ich die Fugurendatenbank in Papyrus genutzt, andere haben ein Worddokument bekommen. Und siehe da, ich hatte Freude daran! Kaum war ich damit durch, ging es an die Handlung. Zu erst die 7 Punkte Struktur, dann eine Kapitelübersicht, in der ich grobe Details notiert habe.

Tag 4: Wieder ran ans Konzept, aber sofort. Jedes Kapitel wurde nach den Vorgaben eines Artikels aus dem Schreibnachtmagazin erweitert (plotten mit Karteikarten) und auf seine Funktion hin überprüft. Siehe da, alle sind notwendig, zumindest von meinem jetzigen Stand aus. Prima! Allerdings hat diese Methode wirklich sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Egal. Ich hab sofort zwei „Testleser“ angetextet und sie gebeten sich das Ganze mal anzusehen. Ein Feedback habe ich schon bekommen und obwohl die Person Fantasy nicht mag, findet sie meine Ideen gut. Ein paar kleine Anmerkungen gab es trotzdem, die habe ich dann auch sofort übernommen. Solange Kritik hilfreich ist, mag ich sie!

Das war es auch schon. Vier Tage, an denen ich mich mit nichts anderem beschäftigt habe, als mit meinem Projekt. Dazu muss ich allerdings sagen: Hätte ich nicht seit November darüber nachgegrübelt hätte dieser Vorgang wesentlich länger gedauert, aber ich musste meinen Wordcount im Auge behalten, denn während des Plottens konnte ich ja schlecht schreiben.

Aber diese wenigen Tage ohne Schreiben habe ich ganz schnell wieder aufgeholt, als der Anfang nur so aus mir heraus sprudelte. Natürlich nutze ich keine der bekannten Methoden, sondern habe mir aus verschiedenen herausgesucht, was ich brauche. Für mich funktioniert das wirklich ziemlich gut.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s